G-J

Ganztagsschule
In der Ganztagsschule werden die Schüler, wie der Name schon sagt, den ganzen Tag, in der Regel von ca. 8.00 bis ca. 16.00 Uhr betreut. Bei der Ganztagsschule wird grundsätzlich unterschieden zwischen dem offenen Ganztag, bei dem das Nachmittagsangebot nicht verpflichtend ist, und gebundenem Ganztag, bei dem auch am Nachmittag für alle verbindlich Unterricht erteilt wird. Die gebundene Ganztagsschule ist noch immer eher selten, meist werden die Ganztagsschule in Form des offenen Ganztags organisiert, dann finden am Nachmittag Hausaufgabenbetreuung und AGs statt.

Gesamtschule
Die Gesamtschule umfasst alle möglichen Formen der allgemeinbildenden Schulen in einem Gebäude. Dabei gibt es zwei verschiedene Wege der Zusammenführung der Bildungsgänge. In der kooperativen Gesamtschule (auch: schulformbezogene Gesamtschule) werden alle Schulformen meist ab Klasse 7 nebeneinander geführt. Es gibt also in einem Gebäude eine Realschule, eine Hauptschule und ein Gymnasium, in denen die Schüler getrennt unterrichtet werden. Durch die Nähe ist jedoch ein Schulwechsel der Schüler und ein Austausch der Lehrer untereinander leichter möglich. In der integrierten Gesamtschule (auch: schulformübergreifende Gesamtschule) werden die Schüler gemeinsam unterrichtet und die Wahl des anzustrebenden Schulabschlusses erfolgt im Laufe der Schulzeit.

Grundschule
Die Grundschule umfasst die Jahrgangsstufen 1 bis 4 (in manchen Bundesländern auch 1 bis 6). In ihr werden die grundlegenden Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler üben soziale Fähigkeiten ein und lernen, sich in einer Gruppe angemessen zu verhalten und durchzusetzen. Um die Motivation der Kinder möglichst lange zu erhalten, bekommen sie in den ersten beiden Schuljahren noch keine Noten, sondern ein Berichtszeugnis, das die positiven Ansätze hervorhebt und Eltern zugleich die Lernmängel der Kinder deutlich macht.

Grundschulempfehlung
Am Ende der Grundschulzeit bekommen die Eltern eine Empfehlung, welche allgemeinbildende Schule für ihr Kind passend ist. Diese Empfehlung ist in vielen Bundesländern verpflichtend. Falls Eltern in diesen Bundesländern eine andere Schulform wünschen, müssen die Kinder ein spezielles Überprüfungsverfahren durchlaufen, zu dem auch meist ein Probeunterricht gehört.

Gymnasiale Oberstufe
Die gymnasiale Oberstufe umfasst je nach Bundesland die Klassen 11 bis 12 bzw. 13. Der Unterricht findet in Form von Kursen statt, die die Schülerinnen und Schüler nach bestimmten Vorgaben auswählen. Dabei müssen sie berücksichtigen, dass es Pflicht- und Wahlfächer gibt. Die beiden letzten Klassen der Oberstufe gelten als Qualifikationsphase. Die Leistungen in dieser Zeit fließen in die Abiturnote mit ein. Die gymnasiale Oberstufe wird mit der schriftlichen und mündlichen Abiturprüfung abgeschlossen.

Gymnasium
Das Gymnasium umfasst die Klassenstufen 5 (z.T. 7) bis 13 (bzw. in manchen Bundesländern bis 12), davon gelten die ersten beiden Klassen z. T. als Orientierungsstufe. Das Gymnasium wird in der Regel mit dem Abitur abgeschlossen, das zum Studium berechtigt. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 werden meist wie die Kinder und Jugendlichen in anderen allgemeinbildenden Schulen im Klassenverband in den Kernfächern Mathematik, Deutsch, Fremdsprache, Naturwissenschaft, Kunst, Sport, Religion unterrichtet. Das Gymnasium unterscheidet sich von den anderen Bildungsgängen u. a. dadurch, dass eine zweite Fremdsprache gelernt werden muss.
Viele Eltern wissen nicht, dass Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, die in die Klasse 10 versetzt werden, automatisch einen Schulabschluss haben, der dem Hauptschulabschluss vergleichbar ist. Und wenn sie in die Jahrgangsstufe 11 versetzt werden, entspricht der Abschluss dem Realschulabschluss. In den Ländern, in denen am Ende der Klasse 10 eine zentrale Prüfung erfolgt, muss diese bestanden werden, um den Realschulabschluss (auch: Mittleren Bildungsabschluss) zu erhalten.

Hauptschulabschluss
Der Hauptschulabschluss wird in der Regel nach erfolgreichem neunjährigem Schulbesuch erreicht. Der Abschluss ist Voraussetzung für fast alle betrieblichen Ausbildungsgänge. Nach erfolgreichem Abschluss eines freiwilligen zehnten Schuljahres oder durch eine freiwillige Zusatzprüfung kann in manchen Bundesländern ein mittlerer Bildungsabschluss erlangt werden. Beide Hauptschulabschlüsse ermöglichen es unter bestimmten Voraussetzungen, in Bildungsgänge des Sekundarbereiches II aufgenommen zu werden, also z. B. auf ein Gymnasium zu wechseln. In manchen Bundesländern gibt es noch eine dritte Form des Abschlusses, den qualifizierenden Hauptschulabschluss (Bayern: Quali), der nach Klasse 9 mit besonderen Noten und durch eine zusätzliche Prüfung erreicht werden kann.

Hauptschule
Wird von den Eltern keine andere Entscheidung getroffen, müssen Schülerinnen und Schüler nach der Grundschule die nächstgelegene Hauptschule besuchen, um der Vollzeitschulpflicht zu genügen. Je nach Bundesland umfasst die Hauptschule die Klasse 5 bzw. 7 bis 9 bzw. 10. In der Hauptschule ist es möglich, den Hauptschulabschluss, den qualifizierenden Hauptschulabschluss und unter bestimmten Voraussetzungen auch den Mittleren Bildungsabschluss (früher: Mittlere Reife) zu erreichen. Damit ist es gegebenenfalls möglich, die gymnasiale Oberstufe zu besuchen.

Hausaufgaben
Hausaufgaben dienen dazu, sich mit dem in der Schule durchgenommenen Stoff noch einmal in Ruhe und vertiefend zu beschäftigen. Es hilft dem Schüler daher nicht, wenn ältere Geschwister oder Eltern die Hausaufgaben für ihn erledigen. Sie können Fragen beantworten und Lösungswege erläutern, die Arbeit muss der Schüler jedoch selbst machen. Da dies nicht immer leicht fällt, ist es am besten, wenn die Kinder sich schon in der Grundschule daran gewöhnen, regelmäßig an einem festen Arbeitsplatz zu einer bestimmten Zeit die Hausaufgaben zu erledigen. Wann die beste Zeit ist, hängt vom einzelnen Schüler ab.
Weitere Hinweise zu den Hausaufgaben finden Sie in unserem Lerntipp „Hausaufgaben“, den Sie hier als PDF herunterladen können.

HSP (Hamburger Schreibprobe) (Text folgt in Kürze)

IGLU
IGLU ist die Abkürzung für Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung. In dieser Studie wurden 2006 die Lesefähigkeiten von Grundschülern erhoben.
Weitere Informationen: http://www.ifs.uni-dortmund.de/iglu2006/

Integrationsklassen / Integrativer Unterricht
In Integrationsklassen oder im integrativen Unterricht werden Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam unterrichtet. Für die behinderten Kinder gibt es in der Regel zusätzliches Lehr- oder Förderpersonal. Alle Beteiligten lernen in diesen Klassen das selbstverständliche Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten.

Internationale Schulen
Ursprünglich wurden die Internationalen Schulen von der UN ins Leben gerufen für Kinder, deren Eltern aus beruflichen Gründen mehrere Jahre im Ausland leben. Im Zuge der Globalisierung entdecken aber auch viele andere Eltern die Internationalen Schulen. Bieten sie doch einen geradezu optimalen Einstieg in ein Leben als Weltbürger: Unterrichtssprache ist Englisch, über die klassischen Fächer hinaus gibt es zahlreiche Arbeitsgemeinschaften im kreativen Bereich, als Abschlüsse sind das General Certificate of Secondary Education (= Mittlere Reife) und das Internationale Baccaulaureats (IB: eine Art internationales Abitur) möglich. Mit dem IB können die Absolventen außer in Deutschland weltweit studieren. Die Kosten für diese Schulbildung müssen die Eltern tragen.

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